Baubiologisch ausgebaut

Handskizze eines ökologischen HolzhausesDurch die intelligente Kombination natürlicher Baumaterialien, lässt sich unter ökologischen Gesichtspunkten behutsam eine erholsame Atmosphäre von Wohngesundheit und Lebensqualität schaffen. Um ein harmonisches Gesamtklima zu erzielen, müssen die einzelnen Komponenten von Material und der Haustechnik sensibel konfiguriert und mit Erfahrung abgestimmt werden. Um dabei gute Ergebnisse zu erzielen, greife ich auf die Regeln der Baubiologie zurück. Sie zeigen uns am vollständigsten, welche physikalischen und biologischen Faktoren für ein optimales Ergebnis an Wertbeständigkeit, Lebensqualität und Behaglichkeit zu berücksichtigen sind.

Diffusionsoffene Bauweise

Außenwandmodel in KF 40 in HolzrahmenbauweiseAlle Bauteile wie Wände, Dächer und Decken sind dampfdiffusionsoffen zu erstellen. Dies gewährleistet den problemlosen Abtransport von Diffusionsfeuchtigkeit. Häuser, die auf diese Weise erstellt sind, sind ausgezeichnet gegen Feuchteschäden geschützt. Außerdem tragen alle dampfdiffusionsoffenen Bauteile des Hauses zu einem optimal ausgeglichenen Wohnklima bei. Ein Austrocknen der Wohnluft in den Wintermonaten wird weitestgehend vermieden. Für die Konstruktion und die Wärmeisolierung der Außenbauteile müssen deshalb ausschließlich Materialien aus natürlichen und nachwachsenden Baustoffen zum Einsatz kommen.

Wärmedämmung

Wärmebrücken sollten konsequent vermieden werden und Anschlüsse der verschiedenen Bauteile untereinander (z.B. Fenster, Übergang Wand/Dach) sollten fachmännisch und winddicht ausgeführt sein. Ein mehrschaliger, mit biologischen Dämmstoffen wärmegedämmter Wandaufbau weist so überdurchschnittlich hohe Wärmedämmeigenschaften auf.

Wärmespeicherung

Durch den Einsatz eines speicherfähigen Naturdämmstoffes und durch die Verwendung speicherfähiger Materialien für den Innenausbau (Ziegel, Lehm, Massivholz) wird ein ausgewogenes Maß an Wärmespeicherung erreicht. Der erzielte Effekt sorgt dafür, dass das Haus abends warm und behaglich ist und morgens frisch und angenehm kühl.

Sommerlicher Hitzeschutz

Durch den alleinigen Einsatz von Naturfaserdämmungen und dem Baustoff Holz wird ein hoher sommerlicher Hitzeschutz erreicht. Das hat zur Folge, dass sich das Haus im Sommer nicht überhitzen kann. Zusätzlich sollte dafür gesorgt werden, dass das Haus entweder über ausreichend konstruktive Verschattungen (zum Beispiel durch Gebäuderücksprünge oder Dachüberstände) oder - wenn dies aus gestalterischen Gründen nicht möglich ist - über ausreichend technische Verschattungen (z.B. durch Schiebe-, Klappläden oder Jalousien) verfügt.

Trockene Bauweise

Der Baustoff Holz ermöglicht es uns, ein Haus weitestgehend "trocken" zu bauen. Das heißt, es wird wenig Wasser benötigt, um das Haus zu erstellen. Je weniger "Bauwasser" während der Bauphase im neuen Bauwerk "verbaut" wird, desto geringer ist das Risiko der Schimmel- und Fäulnisbildung. Trockene Bauweise - kein Risiko!  Deshalb ist es günstig, mit Holz zu bauen sowie gebrannte Ziegel, Lehmplatten und Naturgipsplatten zu verwenden und auf konventionelle Estriche und nasse Putze zu verzichten, wo es möglich ist.

Hohe Oberflächentemperaturen der Umhüllflächen

Grafik der Obenflächentemperatur in Abhängigkeit zur RaumtemperaturDie Temperatur von Wandoberflächen in einem Holzhaus entsprechen nahezu der Raumlufttemperatur, bzw. liegt nur wenig darunter. Dies verhindert unangenehme „Zugerscheinungen“ durch Luftumwälzungen und sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Ein behagliches Wohnklima wird bereits bei wesentlich geringeren Raumlufttemperaturen erreicht als in einem Steinhaus. Dadurch lässt sich erheblich Heizenergie einsparen. Dieser Effekt wird durch den warmen Baustoff Holz und Wandbeplankungen aus Lehm oder Gips bei sehr gut gedämmter Wandkonstruktion erreicht, die nach außen zusätzlich einen biologischen Vollwärmeschutz aus Naturfaserdämmung besitzt.

Hygroskopische Baustoffe

Holz ist von Natur aus in der Lage Feuchtigkeit aufzunehmen, zu speichern und bei Bedarf automatisch wieder an die Raumluft abzugeben. Dies sorgt für ein ausgeglichenes, behagliches Raumklima. Ebenso wie Holz eignen sich dafür auch Lehm- und Gipsfaserplatten.

Sorptionsfähige Baustoffe

Sorptionsfähige Baustoffe sind von Natur aus in der Lage, in der Luft enthaltene Schadstoffe zu filtern. Sie haben einen hohen Stellenwert für die angestrebte Wohngesundheit. Als Spitzenreiter sind hier Massivhölzer, Lehm und Dämmstoffe aus Naturfasern zu nennen. Je mehr sorptionsfähige Materialien sich mit der Raumluft in Berührung befinden, desto größer sind die Sorptionseffekte. Ich setze in meiner Bauweise nach Möglichkeit ausschließlich sorptionsfähige Materialien ein.

Schutz vor Elektrosmog

Um einen ausreichenden Schutz vor Elektrosmog durch Hochfrequenzstrahlung, die von außen kommt (z.B. Sendeanlagen Mobilfunk etc.) zu gewährleisten, arbeite ich auf Wunsch mit speziellen Abschirmplatten auf Naturgipsbasis. Im Einzelfall muss sorgfältig geprüft und analysiert werden, ob eine besondere Schutzmaßnahme dieser Art für das geplante Haus notwendig und sinnvoll ist. Hierbei sind nicht nur die in der Nähe befindlichen Sendeanlagen, sondern auch die zukünftig geplanten Anlagen vorausschauend zu berücksichtigen. Der Einsatz von abgeschirmten E-Leitungen schützt vor Elektrosmog durch die eigene Hausinstallation (elektrische Felder). Die Schlafbereiche werden durch den Einsatz sog. Netzfreischalter zusätzlich geschützt, damit die Bewohner vor allem im Schlaf erhohlsame Ruhe und Entspannung finden.

Gute Ionisierung der Raumluft

Negative Ionen in der Raumluft entsprechen guter Luftqualität in der Natur. Sie entstehen durch natürliche Oberflächen wie Massivholz, Lehm, Naturgips, Naturfarben, Öle, Wachse, Naturtextilien. Kunststoffoberflächen, synthetische Stoffe und Teppiche, Laminatböden, Lacke, Acrylfarben etc. werden von mir gemieden, da sich an Ihnen die Ionen umpolen und so die Raumluftqualität deutlich beeinträchtigt wird.

Vorwiegend Strahlungswärme

ein hochwertiges Holzhaus wird mit Stahlungswärme versorgtStrahlungswärme ist die natürlichste und gesündeste Wärme, die wir als besonders angenehm empfinden. Sie ist vergleichbar mit der Sonnenstrahlung. Strahlungswärme vermeidet Luftumwälzungen und damit verbundene Staubaufwirbelung (ein Effekt der sog. Konvektionswärme, die von Heizkörpern, Gebläsen, Klimaanlagen und Warmluftöfen ausgeht). Einen sehr hohen Anteil an Strahlungswärme wird durch den Einsatz von Wandheizungen (Wandflächen oder Unterwandheizkörper) und Fußbodenheizungen mit geringer Vorlauftemperatur erreicht. Auch das Grundofen- und das Hypokausten-Heizsystem basiert auf reiner Strahlungswärme und wird deshalb uneingeschränkt empfohlen.

Naturintegrierte, humane Architektur

Fenstergliederung in einem hochwertigen HolzhausGeschützte Außensitzbereiche, sowie geschickt integrierte Freisitze, Veranden und Terrassen ermöglichen es,  sich über weite Strecken des Jahres und so oft wie möglich, im Außenbereich aufzuhalten. Ein fließender Übergang zwischen Wohnraum- und Gartenbereich wird deshalb in meinen Entwürfen angestrebt. Durch Wintergärten und großzügig verglaste Fassadenteile wird möglichst viel natürliches Licht in den Wohnbereich geführt, sodass es innen stets hell und freundlich ist. Die Anordnung der Räume folgt einem, dem Sonnenlauf folgenden Tagesablauf. Eine natürliche Gartengestaltung  - mit Ruheoasen, Spielbereichen, Kräutergartenbereich und Streuobstbäumen - wird mit berücksichtigt. Weiterhin werden versickerungsfähige Außenflächen, Regenwassernutzung, Ausgleichsflächen (wie Dachbegrünungen) mit in die Gesamtplanung eingezogen und verantwortungsvoll optimiert.

Gesundes Wohnen, moderne Architektur, nachhaltige Baustoffe, eine energie- und kosteneffiziente Bauweise, regionale Realisierungspartner, Ökologie und attraktives Design sind keine Gegensätze - sie lassen sich sogar ganzheitlich vereinen!